200406.23
0

Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz sind abgeschlossen – Von „historischer Veränderung“ weit entfernt

Nach monatelangem Streiten und Debattieren im Vermittlungsausschuss sind die Verhandlungen zum Zuwanderungsgesetz endlich zu einem Abschluss gekommen. Doch von der „historischen Veränderung in der Gesetzgebung“ die der Bundesinnenminister Otto Schily ankündigte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das neue Regelwerk reiht sich artig in die Tradition der alten Ausländergesetze ein, die eher den Zuzug verhindern…

200405.19
0

Neuer Kurs im Vatikan oder doch nur eine mediale Finte?

In den letzten Tagen wurde kaum eine religionsbezogene Meldung von der Presse so einstimmig wiedergegeben wie die neueste Instruktion des Vatikans „Erga migrantes caritas Christi“ (Die Liebe Christi zu den Migranten). So reicht die Palette der angeschlagenen Titel von „Abgrenzung vom Morgenland“ (Merkur), über „Vatikan warnt vor Ehe mit Muslimen“ (taz), bis hin zu „Vatikan…

200401.12
0

Über Unterdrückungen und politische Symbole – Wenn die Befreier zu Unterdrückern werden

Es gibt im türkischen ein Sprichwort, auf Deutsch müsste es ungefähr lauten: „Nenne einen klugen Menschen vierzig Tage einen Idioten und er wird ein Idiot.“ Über die „political correctness“ eines solchen Sprichworts wollen wir gar nicht streiten, aber mir scheint, das sehr viele Medienvertreter und Politiker nun seit Wochen immer wieder mit ein und denselben…

200312.14
0

Wozu Dialog, wenn nur eine Seite spricht, die andere aber nicht zuhört – Muslime sind von christlichen Kirchen enttäuscht

Die christlichen Kirchen in Frankreich sprachen sich diese Woche gegen ein Kopftuch-Verbot aus. Auch hatten sich davor schon die jüdischen Gemeinden gegen ein Verbot gestellt. Eine Unterstützung solcher Art, konnten die Muslime in Deutschland von den hiesigen christlichen und jüdischen Vertretern nicht erfahren. Oder wie sollten Muslime Äußerungen des EKD-Ratspräsidenten Huber deuten, der an der…

200310.14
0

Die Mär von den nichtorganisierten Muslimen

Wie soll man sich plötzlich verhalten, wenn die Minderheit das einfordert, womit man sich bisher gerühmt hat, den Zuwanderern aber nicht unbedingt zugetraut hat: gesellschaftlicher Diskurs, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Schutz vor Diskriminierung und Demokratie für alle. Schlagwörter die man sich selbst zwar auf die Fahnen schreibt, aber ungern aus dem Munde der Minderheit hört.