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„Integration“ ist mittlerweile ein inflationär genutzter Begriff. Als ein im höchsten Maße unbestimmter Begriff wird er von Vertretern aller Couloir genutzt, ob sie nun eine multi-kulturelle oder leit-kulturelle Gesellschaftsvision haben. Inflationär ist auch die Zahl der organisatorischen Akteure in diesem Feld. In vielen Aufgabenbeschreibungen kommt der Begriff Integration vor, ohne jedoch wirklich mit Leben ausgefüllt zu werden. Es gibt jedoch auch gesellschaftliche Akteure, die seit Jahrzehnten Integrationsarbeit leisten, ohne dass sie von der breiten Öffentlichkeit beachtet werden. Es sind die Moscheegemeinden und anderen muslimischen Institutionen die zur Partizipation ihrer Mitglieder und Besucher schon zu Zeiten einen großen Beitrag geleistet haben, zu denen Deutschland noch weit von einem Integrationsdiskurs entfernt war. Weiterlesen

Im Deutschen Ärzteblatt wird in der August 2008 Ausgabe Ärzten empfohlen, keine religiös begründete Beschneidung bei muslimischen und jüdischen Jungen  durchzuführen. „Wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht, sollte der Eingriff vom Arzt abgelehnt werden“, schreiben die Autoren Dietz/Stehr/Putzke.

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Die vorarlberger Landesregierung hat am Samstag einen Gesetzesantrag eingebracht, um den Bau von Moscheen mit Minaretten grundsätzlich zu verhindern (weitergehende Infos sind zu finden hier, hier, hier und hier). Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt ein Anhänger von Minaretten bin, wundert mich diese Aufregung schon etwas. Teilweise fühle ich mich in die Zeit nach dem Reichsdeputationshauptabschluss (1803) versetzt. Weiterlesen

Die ganze Aufregung um die koranisch begründete Ablehnung einer Scheidung durch eine Frankfurter Richterin scheint langsam abzuklingen, die Fakten um den Fall dringen aber erst so langsam an das Tageslicht. Den millionenfachen BILD-Leser werden diese jedoch sicherlich nicht erreichen.

Interessant an dem Urteil ist, dass es gar kein Urteil ist. Die Scheidung der Frau wurde gerade nicht abgelehnt, das Scheidungsverfahren lief bereits, die Dame wollte nur in dem obligatorischen Trennungsjahr früher geschieden werden. Da dazu eine Beweisaufnahme nötig gewesen wäre, hat sie für diesen einen Prozesskostenhilfe-Antrag gestellt, der mit besagter Begründung abgelehnt worden ist. Dies macht die Begründung zwar nicht besser, rückt aber sicherlich die mediale und politische Aufregung in ein anderes Licht. Es waren demnach nicht die schlimmen “Islamisten”, die für diese Entscheidung gesorgt haben, sondern einfach eine Richterin, die sich in einem Verfahren, das in einigen Monaten sowieso mit der Scheidung geendet hätte, nicht noch mehr Arbeit machen wollte. Weiterlesen

Eine leider mehr als zutreffende Bewertung des oftmals etwas zu weit gehenden Patriotismusses in manch muslimischen Gemeinden in Deutschland.

Mosques with Foreign Flags: Islam in America and Germany

M. A. Muqtedar Khan | 6.09.06

Berlin May 23, 2006. We entered the mosque through a large iron gate closely watched by a score of Turkish men. Unlike most architecturally interesting buildings in Berlin which are open and easily accessible, this mosque which is both majestic and grand, is surrounded by a high wall and is accessible only through iron gates. I was in Berlin for a conference organized by the American Institute for Contemporary German Studies and one of their scholars and a Berlin Parliamentarian kindly volunteered to show me around Berlin.

As we approached the grand mosque, the Berlin Parliamentarian remarked, “notice the Turkish flag on the mosque, do you see a German flag anywhere?”