Veranstaltungsbericht zur Veranstaltung „„Liberale Moschee“ in der Debatte“ am 22.02.2018 in Freiburg mit Dr. Abdel-Hakim Ourghi, Dr. Mimoun Azizi und dem Freiburger Bürgermeister Ulrich von Kirchbach von Adena Lješnjanin und Erdi Ayhan

Kurz nach der Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin kam die Debatte um eine „liberale Moschee“ auch in Freiburg an. Der Grund hierfür ist die Aussage Dr. Abdel-Hakim Ourghis, eine Eröffnung einer zweiten liberalen Moschee in Freiburg zu planen. Hier knüpfte der Diskussionsabend der katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg an.

„Liberaler“ Islam in der Kritik

Aufmerksamkeit der anwesenden Muslime erhielten insbesondere Dr. Mimoun Azizis Wortbeiträge. Azizi gehörte zu den Gründern der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, die eine gemeinnützige GmbH ist, seinen Rückzug aber bereits einen Tag nach Eröffnung der Moschee bekannt gab. Der Grund hierfür sei das problematische Verständnis von Liberalismus der anderen Involvierten, besonders von Frau Seyran Ateş gewesen. Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Auslegungen des Islam gäbe es nicht und diese würden als konservativ diskreditiert und abgelehnt.

Entsprechend unterstrich Dr. Ourghi, dass nur der liberale Islam zu Deutschland gehöre, da seiner Meinung nach nur dieser verfassungskonform sei. Als Motivation der Träger wurde von Azizi „purer politischer Aktionismus“ identifiziert. Kritik gab es auch in Bezug auf die Ausbildung von Seyran Ateş zur „Imamin“. Laut Azizi ist sie weder der arabischen Sprache mächtig, noch besitze sie tiefer gehende Kenntnisse über den Islam. Weiterlesen