Der Beitrag “Der KRM, der Religionsunterricht und die Krise” sorgte insbesondere in der bosnischestämmigen Community für zahlreiche Diskussionen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, diesen Beitrag auch in einer bosnischen Übersetzung zur Verfügung zu stellen.

Od najave proširenja Koordinacijskog vijeća muslimana (KRM) isprepliću se događaji u Sjevernoj Rajni Vestfaliji. Posljednjih godina ništa se nije čulo o KRM-u. Sam gremij se držao daleko od javnih diskursa. U posljednje dvije godine, na internet stranici vijeća objavljeno je sedam saopćenja za javnost, iz kojih se jedva mogu izvući zaključci o diskursu u vezi s muslimanima i islamu u Njemačkoj.

Slično sveukupnoj društvenoj percepciji, KRM, također, već duže vrijeme nema nikakvu važnost u međumuslimanskom diskursu. Doći ćemo do razloga zbog čega je to tako. Proširenje KRM-a, koje se u mnogim kontekstima smatra disfunkcionalnim, predstavljalo je zbog toga iznenađenje čak i za mnoge posmatrače. Za neke od novih članova, kao i za neke druge muslimanske zajednice izvan KRM-a, ovaj korak bi trebao biti iznenađujući i zbog toga što je KRM do sada silovito odbijao takvo otvaranje. Još prije nekoliko godina, neke zajednice su izrazile interes za članstvo kada je KRM još bio javno relevantan. “Oni (KRM) nisu čak ni odgovorili na naš upit za zakazivanje termina”, opisuje jedan od aktera tadašnje ophođenje s tim upitima.

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Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) plant eine Erweiterung, dies wurde in einer überraschenden Pressemitteilung heute bekannt gegeben. Neben den bisher tragenden vier Verbänden DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD sollen nun auch marokkanische, bosnische und albanische Gemeinden Mitglied des Gremiums werden. Damit würde sich das Gremium seit seiner Gründung vor über 12 Jahren strukturell erstmals maßgeblich verändern. Nachdem es in den letzten Jahren sehr ruhig um den Koordinationsrat geworden war, könnte dieser Schritt tatsächlich ein Befreiungsschlag für das Gremium sein. Die Pressemitteilung lässt jedoch an solch einer Interpretation zweifeln.

Zunächst einmal wäre dies nicht der erste Versuch, den Kreis der Mitglieder des KRM zu erweitern. Der KRM selbst wurde im März 2007 nicht geschaffen, um eine ständige Vertretung der Muslime zu sein, sondern zur “Schaffung einer einheitlichen Vertretungsstruktur der Muslime”1 beizutragen. In den vergangenen 12 Jahren ist dies aus unterschiedlichen Gründen nicht gelungen. 

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  1. Präambel, Geschäftsordnung des KRM vom 28.03.2007, http://www.religion-recht.de/2010/08/geschaftsordnung-des-koordinationsrates-der-muslime-in-deutschland/. []

Mit den im Dezember 2017 der Öffentlichkeit vorgestellten Gutachten wurde der DITIB Landesverband Hessen e.V. aufgefordert, seine Unabhängigkeit unter Beweis zustellen.

  • Weiterhin deutliche Zweifel an der grundsätzlichen Eignung von DITIB Hessen als Kooperationspartner
  • Hessen hält aber an einem Angebot für muslimische Schülerinnen und Schüler fest
  • Daher: Schulversuch für ein neues Unterrichtsangebot ab der 7. Jahrgangsstufe in staatlicher Verantwortung
  • Endgültige Entscheidung über die Zusammenarbeit noch in diesem Jahr
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Im Januar 2011 haben DITIB-Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. beim Hessischen Kultusministerium auf der Grundlage des Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes Anträge auf Einrichtung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in den staatlichen Schulen Hessens gestellt mit dem Ziel, als Kooperationspartner des Landes an der Erteilung eines solchen Religionsunterrichts mitwirken zu dürfen.
Kultusministerin Nicola Beer: „Die Prüfung der Anträge erfolgt mit der gebotenen Sorgfalt durch das Hessische Kultusministerium. Im September 2011 hat das HKM zwei Gutachten-Aufträge erteilt, und zwar an die Islamwissenschaftler Dr. Levant Tezcan, Universität Tilburg, Niederlande in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Jörn Thielmann, Universität Erlangen zu DITIB und Prof. Dr. Jamal Malik, Universität Erfurt, zu Ahmadiyya. Gegenstand der Begutachtung war jeweils die Frage, ob die Antragsteller aus islamwissenschaftlicher Perspektive und in tatsächlicher Hinsicht als Religionsgemeinschaften im Sinne des Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes zu betrachten sind.

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Schon im Jahr 1979 erließ das Kultusministerium Nordrhein-Westfalen einen ersten Erlass zum „Islamischen Religionsunterricht“. Das Landesinstitut für Curriculum-Entwicklung wurde damals vom Land damit beauftragt, ein Werkstattseminar über Inhalte eines möglichen islamischen Religionsunterrichts durchzuführen.

Zwanzig Jahre sind nun vergangen und auch heute ist die Einrichtung eines verfassungskonformen Religionsunterrichts nicht gesichert. In zahlreichen Bundesländern gibt es Modellversuche unter unterschiedlichen Namen, mit unterschiedlichen Beteiligungen. Gemeinsam ist ihnen allen, lässt man den Islamischen Religionsunterricht in Berlin außen vor, dass sich keine muslimischen Religionsgemeinschaften an ihnen wirklich beteiligen oder beteiligen können.

Modellversuche in den Bundesländern

So bietet das Land Nordrhein-Westfalen seit dem Schuljahr 1999/2000 die islamische Unterweisung in deutscher Sprache im Rahmen eines zeitlich nicht befristeten Modellversuchs an. An mehr als 130 beteiligten Schulen besuchen über 8500 muslimische Schülerinnen und Schüler diesen Unterricht.

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Am 22. Februar 2011 haben das Schulministerium Nordrhein-Westfalen und die im Koordinationsrat der Muslime in Deutschland organisierten muslimischen Gemeinschaften Islamrat, Ditib, VIKZ und ZMD eine gemeinsame Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht in NRW unterzeichnet. Diese Erklärung soll hier dokumentiert werden:

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Das deutsche Religionsrecht muss sich nach Einschätzung des Münsteraner Juristen Prof. Dr. Janbernd Oebbecke dem Islam öffnen. „Andernfalls steht das bisherige kooperative Verhältnis von Religion und Staat in Deutschland auf dem Spiel“, sagte er am Dienstagabend in Münster. Wer den Islam nicht ins bestehende Religionsrecht integriere, stelle das System als Ganzes aufs Spiel und komme bei dringenden politischen Problemen wie der Einführung islamischen Religionsunterrichts an Schulen und islamischer Theologie an Hochschulen nicht weiter. „Eine klare Linie in der Religionspolitik fehlt.“ Der Jurist sprach in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster, die sich mit der Integration religiöser Vielfalt von der Antike bis zur Gegenwart befasst.

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Das deutsche Religionsrecht muss sich nach Einschätzung des Münsteraner Juristen Prof. Dr. Janbernd Oebbecke dem Islam öffnen. „Andernfalls steht das bisherige kooperative Verhältnis von Religion und Staat in Deutschland auf dem Spiel“, sagte er am Dienstagabend in Münster. Wer den Islam nicht ins bestehende Religionsrecht integriere, stelle das System als Ganzes aufs Spiel und komme bei dringenden politischen Problemen wie der Einführung islamischen Religionsunterrichts an Schulen und islamischer Theologie an Hochschulen nicht weiter. „Eine klare Linie in der Religionspolitik fehlt.“ Der Jurist sprach in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster, die sich mit der Integration religiöser Vielfalt von der Antike bis zur Gegenwart befasst.

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